16.11.2004: Vor 27 Jahren erzielte Fischer das Tor des Vierteljahrhunderts

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"Phantastisch, so ein Tor habe ich noch nicht gesehen", staunte Lucio Bizzini. Der Schweizer Nationalspieler hatte am 16. November 1977 die unmögliche Mission, Klaus Fischer im Dress der DFB-Elf stoppen zu müssen. Der Schalker steuerte zwei Tore zum 4:1-Sieg über die Eidgenossen bei, wobei der zweite Treffer später als Tor des Vierteljahrhunderts ausgezeichnet wurde.

Es geschah nach einer Stunde: Fischers Vereinskollege Rüdiger Abramczik stürmt über den rechten Flügel und flankt aus vollem Lauf. Etwa acht Meter vor dem Tor ist Klaus Fischer in Position gelaufen. Er dreht sich mit dem Rücken zum Tor, springt ab, liegt waagerecht in der Luft und trifft den Ball mit dem rechten Fuß über dem Kopf: ein perfekter Fallrückzieher. Der Ball schlägt unhaltbar für Torwart Burgener hinter ihm ein: der 4:1-Endstand im Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und der Schweiz.

Direkt nach dem Spiel überboten sich die Superlative ob dieser akrobatischen Einlage. Für den Schützen selbst war es das "tollste Tor meiner Laufbahn". Die Journalisten waren sich einig, sie hatten gerade das Tor des Jahres gesehen. Und DFB-Kollege Jupp Tenhagen fand gar, Fischers zweiter Streich an diesem Tag sei das "Tor des Jahrzehnts".

Sie alle sollten Recht behalten. Der Fallrückziehertreffer vom 16. November 1977 wurde erst zum Tor des Monats, dann des Jahres, des Jahrzehnts und später des Vierteljahrhunderts gewählt. "Tor des Jahrhunderts wurde das von Helmut Rahn, Endspiel 54, wegen der Bedeutung", so Fischer. "Vom Schönheitswert war das nicht zu vergleichen."

       
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