17.12.2004: Vor 27 Jahren war Frankfurt keine Reise wert

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Es dauerte mehr als 23 Bundesliga-Jahre, ehe Schalke 04 zum ersten Mal bei der Frankfurter Eintracht gewinnen konnte. Lediglich drei Unentschieden gab es in dieser Zeit. Meistens jedoch setzte es empfindliche Niederlage wie am 17. Dezember 1977, als die Mannschaft von Coach Friedel Rausch mit 0:3 verlor.

Eine deprimierende Niederlage für die Knappen, die mit immerhin sechs Nationalspielern im Waldstadion angetreten waren. Doch gegen die technisch versierten Hessen war an dem Dezember-Tag kein Kraut gewachsen. Vor allem Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski bewiesen vor 30.000 Zuschauern eindrucksvoll, warum die Eintracht zu den spielstärksten Mannschaften der 70er Jahre gehörte. Schalkes Keeper Enver Maric musste dreimal hinter sich greifen.

Der Fluch vom Riederwald nahm am 9. November 1963 seinen Lauf. Die Eintracht siegte im eigenen Stadion mit 4:2 gegen die Königsblauen und konnte sich anschließend gut zwei Jahrzehnte lang der Punkte aus den Heimspielen gegen Schalke gewiss sein. 1965 lautete das Ergebnis 4:1, elf Jahre später machten die Frankfurter selbst aus einem 0:2-Rückstand zur Halbzeit noch einen 6:3-Sieg, und 1981 schlichen die Schalker gar mit einem 0:5 vom Platz.

Erst unter Coach Rolf Schafstall wurde der Bann gebrochen. Am 29. November 1986 triumphierte die Mannschaft durch einen Treffer von Olaf Thon mit 1:0. Zwei weiteren Rückschlägen in den Jahren 1987 (0:2) und 1991 (0:5) folgte 1993 eine eigene Erfolgsserie. Das 3:0 am 15. Mai war der erste von sechs Siegen in Folge, denen im März 2001 ein 0:0 folgte. Erst in der vergangenen Spielzeit drehten die Frankfurter mit einem 3:0-Sieg am 13. März den Spieß wieder um.

Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 3:0 (1:0)

Eintracht: Koitka, Müller, Neuberger, Körbel, Stepanovic, Hölzenbein, Kraus (78. Krobbach), Wenzel, Weidle (64. Reichel), Nickel, Grabowski

Schalke: Maric, Ritschel, Rüssmann, Fichtel, Schlipper, R. Abramczik, Larsson (64. Lütkebohmert), Fischer, Bittcher, Bongartz, Dubski

Tore: 1:0 Hölzenbein (32.), 2:0 Wenzel (73.), 3:0 Grabowski (78.)
Zuschauer: 30.000
Schiedsrichter: Engel

       
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