21.12.2004: Vor 27 Jahren sprang Uli Maslo als Trainer ein

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Es war Tristesse eingezogen auf Schalke. Ende 1977 lief beim Vizemeister der Vorsaison nicht mehr viel zusammen, die Mannschaft rutschte ins Mittelfeld ab und Trainer Friedel Rausch musste gehen. Der Vorstand um Dr. Karl-Heinz Hütsch sah Handlungsbedarf und machte am 21. Dezember 1977 Uli Maslo, den bisherigen Jugend- und Assistenztrainer, zum sportlichen Verantwortlichen für die Bundesliga-Mannschaft. Der Beginn einer sehr verschlungenen Trainer-Karriere.

Auch die Mannschaft hatte sich für Maslo als Nachfolger von Rausch ausgesprochen. Der Zweitplazierte aus dem Vorjahr war am letzten Spieltag vor der Winterpause durch ein 0:3 bei Eintracht Frankfurt auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht. Hinzu kam, dass Coach Rausch durch einen Betrugsdelikt in seiner Kartenvorverkaufsstelle nicht mehr tragbar war.

Anfangs ging ein Ruck durch die Mannschaft. Selten war auf Schalke härter trainiert worden als in den Tagen unter dem gebürtigen Wattenscheider. Ein Fitnesstraining, das sogar an Silvester und Neujahr durchgezogen wurde, machte der Truppe Beine. Gegen Kaiserslautern dann das erste Erfolgserlebnis (3:0), und als am 26. Spieltag Bayern München mit einem 3:2-Erfolg zurück an die Isar geschickt wurde, rückte der UEFA-Cup-Platz in greibare Nähe. Doch das Hoch hielt nur kurze Zeit an. Fünf Niederlagen in den letzten acht Saisonspielen sorgten dafür, dass am Ende der Saison lediglich Rang neun heraussprang.

Präsident Günter Siebert, der im März 1978 wieder das Vereinsruder übernommen hatte, war von dem ehemaligen Schalker Jugendtrainer nicht überzeugt und sprach sich gegen eine Vertragsverlängerung aus. Für Maslo, der einige Zeit am Märkischen Gymnasium in Wattenscheid als Sportlehrer angestellt war, begann danach eine Trainer-Odyssee weit über die deutschen Grenzen hinaus.

Der Ex-Profi von der SG Wattenscheid, RW Essen und dem holländischen Club RC Harlem stand zweimal kurz bei Borussia Dortmund unter Vertrag, betreute dreieinhalb Jahre Eintracht Braunschweig und ließ sich anschließend auf ein Abenteuer ein. Von 1985 bis 1988 war er bei West Riffa Bahrain am persischen Golf beschäftigt, Sport Club Katar (1988-92) hieß sein nächster Arbeitgeber.

Über die Stationen Eintracht Braunschweig (1992-93) und West Riffa Bahrain (1993/94) kam er im Sommer 1994 zum FC St. Pauli. Am Millerntor wurde er gefeiert. Er schaffte mit den Norddeutschen ein Jahr später den Aufstieg in die Bundesliga. Fortuna Düsseldorf (bis 1998) war seine letzte deutsche Station, es zog ihn wieder in die weite Welt hinaus. Heute arbeitet Uli Maslo als Kontaktmann des katarischen Verbandes in Deutschland und hätte im März beinahe Ailton zu einem Mitwirken in der Nationalmannschaft des Ölstaates überredet.

       
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