26.12.2004: Vor 35 Jahren wurde Thomas Linke geboren

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"Ich bin ein solider Fußballarbeiter", sagt Thomas Linke (*26. Dezember 1969) über sich selbst. Ein Malocher, ein Handwerker - kein Techniker. Allerdings verfügt er über eine Ansammlung von Titeln, von der talentiertere Fußballer als er nur träumen können. Zudem genießt er auf Schalke immer noch Sympathien - und das obwohl er 1998 zum Konkurrenten Bayern München gewechselt ist.

Als Linke 1992 zu den Knappen stieß, war der Verein gerade erst wieder ein Jahr erstklassig. Der im thüringischen Sömmerda geborene Abwehrspieler kam von Rot-Weiß Erfurt und erkämpfte sich sofort einen Stammplatz in der Schalker Elf. Sein gutes Stellungsspiel, Kopfball- und Zweikampfstärke ließen ihn zu einem unverzichtbaren Teil der Mannschaft werden, die erst gegen den Abstieg kämpfte und 1996 sensationell in den UEFA-Cup einzog.

Zwölf Monate danach war der Abiturient an dem größten internationalen Erfolg des Vereins beteiligt. Nicht zuletzt durch sein Kopfball-Tor im Halbfinale gegen CD Teneriffa zog Schalke ins Finale des UEFA-Pokals ein, wo die Eurofighter im Elfmeterschießen Inter Mailand bezwangen. "Mein absoluter Höhepunkt", so Linke im Jahr 2000. "Bei den Bayern werden Titel ja erwartet. Der Sieg mit Schalke hingegen kam völlig überraschend."

Völlig logisch indes das Länderspiel-Debüt von Linke im November 1997. Der Schalker trug beim 3:0-Sieg gegen Südafrika zum ersten Mal das DFB-Trikot. Nicht das einzige Dress, was damals neu für den Familienvater war. Gut ein halbes Jahr später tauschte er die königsblaue gegen die rote Kluft des Rekordmeisters ein. "Nach sechs Jahren auf Schalke möchte ich gerne mal etwas Neues ausprobieren", begründete Linke seinen Schritt.

Statt Gift und Galle zu spucken, räumte Schalkes Manager Rudi Assauer lediglich ein: "Wir hätten Thomas gerne behalten, doch offenbar war der Anreiz, bei Bayern zu spielen, für ihn größer als bei uns zu bleiben. Aber keiner ist dem anderen böse." Ganz im Gegenteil, immer wenn der Verteidiger auf seinen ehemaligen Verein traf, wurde er von der blau-weißen Vereinsfamilie "toll empfangen", staunte Linke.

Kein Wunder, denn der Mann, der sich selbst als "ruhig, sachlich und solide" beschreibt, lieferte immer ehrliche Arbeit ab. Ein Wesenzug, der auch in der bajuwarischen Schickimicki-Metropole gut ankam. Thomas Linke gehörte vom ersten Moment bei den Bayern zum Stamm und vergrößerte seine persönliche Titelsammlung. Weltpokalsieger 2001, Champions-League-Sieger 2001, Deutscher Meister 1999, 2000, 2001, 2003 sowie DFB-Pokalsieger 2000, 2003 zieren mittlerweile seine Vita, die darüber hinaus durch einen Erfolg mit der Nationalmannschaft glänzt. 2002 war er Mitglied der DFB-Elf, die bis ins WM-Finale vorstieß, wo sie sich jedoch Brasilien beugen müsste.

2005 endet sein Vertrag. Ob dann auch Schluss sein wird? Mal abwarten, bisher hat sich Linke immer wieder gegen die junge Konkurrenz durchgesetzt.

       
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